Stöckchentod

Liebe Freunde

Es ist nicht so, dass ich Blogaktivitäten hassen würde (letztes Jahr hab ich ja auch eine Blogparade gestartet). Aber diese sinnlosen Stöckchen, welche nur der schnellen Verlinkung von Webseiten dienen, brauch ich auf meinem Blog nicht.

Foto von LarsVegas / flickr.comEin Stöckchen ist im Grunde der direkte Nachfolger der berüchtigten Kettenmail. Ein Irrer denkt sich ein paar doofe Fragen aus und postet sie in seinem Blog und setzt Links zu „Blogfreunden“, welche das Stöckchen aufnehmen sollen (also die doofen Fragen in ihr Blog schreiben, beantworten einen Link zurücksetzten und dann wieder eine gewisse Anzahl Freunde auffordern das Stöckchen aufzunehmen).

Ich hab heute per Zufall gesehen, dass Schrempfy mir ein äusserst doofes Stöckchen geschickt hat. Ich werde es wohl oder übel ausführen müssen. Aber mit diesem Beitrag ergeht folgender Beschluss:

§ 123
Weder Lukas Frehner, Polypensees oder die Blogsoftware Wordpress nehmen ein Blogstöckchen auf. Ausnahmen können durch eine Abstimmung der Blogleser erzwungen werden.

Dabei ist nicht zu vergessen, dass der erste Artikel der Polypenseesischen Verfassung wie folgt lautet:

§1
Lukas Frehner hat die volle Gewalt über das Weblog Polypensees. Jegliche Abstimmung der Leser nimmt er zur Kenntnis, doch muss er sich nicht in geringster Weise daran orientieren.

Blogstöckchen von Schrempfy:

1. Setze einen Link zu der Person, welche dir das Stöckchen zugeworfen hat.
Schrempfy

2. Erwähne die dazugehörigen Regeln in deinem Blog.
-Setze einen Link zu der Person, welche dir das Stöckchen zugeworfen hat.
-Erwähne die dazugehörigen Regeln in deinem Blog.
-Erzähle von dir 6 unwichtige Dinge/Gewohnheiten/Macken.
-Gib das Stöckchen am Ende deiner Antworten an 6 Leute durch Verlinkung weiter.
-Hinterlasse bei der jeder der gewählten Personen einen Kommentar in ihrem Blog/Website, dass sie “getagged” wurden.

Erledigt…

3. Erzähle von dir 6 unwichtige Dinge/Gewohnheiten/Macken.
Ich verweise auf Artikel 7 der Polypenseesischen Verfassung:

§ 7
Das Persönlichkeitsrecht eines jeden Polypenseesischen Bürgers bleibt gewahrt.

4. Gib das Stöckchen am Ende deiner Antworten an 6 Leute durch Verlinkung weiter.
Nur zu gerne! Sollen sich andere Leute mit so lebenswichtigen Aufgaben herumschlagen.

Moritz Leuenberger / Fredy Künzler / Helen Leumann / Marc Bourgeois / Konrad Graber / Viola Amherd / Christoph Mörgeli

Naja, jetzt sind es halt sieben Leute, die sich mit diesem Stöckchen umherschlagen müssen. Wenn das Stöckchen so wichtig ist, wie der Ersteller angibt (schliesslich hat er sogar ein Regelwerk dazu geschrieben), dann werden diese Sieben Politiker (welche ich – das möchte ich anmerken – zufällig und Wahllos ausgesucht habe) auf diese äusserst wichtigen Fragen antworten.

Bei der Auswahl der Politiker hab ich auf die Aufrechterhaltung der Zauberformel geachtet. Auch hab ich mir gedacht, dass ich den Artikel 123 der Polypenseesischen Verfassung ergänze:

§ 123
a) Weder Lukas Frehner, Polypensees oder die Blogsoftware Wordpress nehmen ein Blogstöckchen auf. Ausnahmen können durch eine Abstimmung der Blogleser erzwungen werden.
b) Sollten die sieben gewählten Personen, welche von Polypensees am 28.04.2008 ein Stöckchen zugeworfen bekommen haben, dieses Aufheben, dann nimmt Lukas Frehner unter Berücksichtigung von §1 und §7 jedes Stöckchen der Blogsphäre an, welches ihm zugeworfen wird.

Gut, die Paragrafen sind gummig wie 1.04 und 1.05 der Rheinschifffahrtspolizeiverordnung, aber immerhin sind wir eine anständige Demokratie…

5. Hinterlasse bei der jeder der gewählten Personen einen Kommentar in ihrem Blog/Website, dass sie “getagged” wurden.
Nein, als demokratisch gewählter Diktator von Polypensees.com weigere ich mich auf diesen politischen Webseiten einen Kommentar zu hinterlassen.

Mit freundlichen Grüssen

Ihr Lukas Frehner

Bild: LarsVegas / flickr.com

 

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